Dummy

- APD/R A am 17.09.19 im Alter von 14 Monaten in Eschweiler mit "Sehr Gut"

- WT Marmor Cup am 13.09.20 mit "Sehr gut", 97 von 120 Punkte


Jagdliche Prüfung

- JAS am 25.10.19 in Montabaur/Staudt bestanden

Heute haben wir uns früh nach Montabaur aufgemacht, mit zwei Enten und 2 Kaninchen im Gepäck, um an der jagdeichen Anlagensichtung für Retriever teilzunehmen. Es war die erste jagdliche Prüfung für mich und vielleicht auch die einzige😉. Denn für alle anderen jagdeichen Prüfungen braucht man einen Jagdschein, den ich nicht habe. 

Ich war ziemlich unaufgeregt und fand es spannend, wie so eine Prüfung abläuft. Wobei die Anlagensichtung keine Prüfung im eigentlichen Sinne ist, sondern wie der Name schon sagt, eine reine Sichtung der Anlagen. Deswegen gibt es bei der Sichtung auch keine Wertnoten, kein Gut oder Schlecht. Es hängt von dem jeweiligen Betrachter ab, welche Anlage er gut findet und welche nicht. Für die Zucht kann es von gewisser Relevanz sein.

Die erste Aufgabe, die uns gestellt wurde, war die Verlorensuche im Wald. Hier wurden jeweils eine Ente und ein Kaninchen ausgelegt. Das Suchengebiet hatte es in sich. Man hat nur Dornengestrüpp gesehen, von unterschiedlicher Höhe. Die Dornen zogen sich in etwa 30 Meter Tiefe und 30 Meter Breite. Dahinter lagen die Stücke, die man natürlich nicht sehen konnte. Moki war tapfer. Hat sich als einziger an der Stelle, von der wir die Hunde als erstes reinschicken sollten, am weitesten durchgekämpft, aber erfolglos. Dort kam man einfach nicht durch. Dann hat man es von einer anderen Stelle versucht, wo nicht so viel Bewuchs war. Hier gelang es ihm schlussendlich zu der Ente vorzudringen, die er mir freudig und ein wenig erschöpft apportierte. Dann hieß es ihn nochmal in die Suche zu schicken, denn schließlich gab es noch das Kaninchen. Da tat er sich schwer. Er hat nicht mehr seine Nase eingesetzt. Obwohl er öfter nah dran vorbei ist, hat er keine Witterung aufgenommen. Hier haben wir ihm geholfen, indem wir immer näher auf das Kaninchen zu sind. Als er es dann sah, hat er es direkt aufgenommen und mir zugetragen.

Die zweite Aufgabe war die Schleppspur. Laut Prüfungsordnung soll sie zwischen 250 und 350 Meter lang sein. Das war sie sicherlich auch. Sie wurde übers Feld in den Wald hinein gezogen. Hier hat Moki sein ganzes Können gezeigt. Schnell war er auf der Spur und hat sie in seinem gewohnt schnellen Tempo gearbeitet. Freudig kam er nach kurzer Zeit mit dem Kaninchen zurück und bekam viel Lob für diese Arbeit. 

Danach kam die Markierung. Hier wurde eine Ente im Wald geworfen. Moki hatte auf den Punkt markiert! Ganz tolle Arbeit. Nur auf dem Rückweg legte er die Ente auf halber Strecke ab und fing an sie zu abzulecken. Auf mein Kommando Apport, nahm er die Ente sofort wieder auf und brachte sie freudig zu mir.

Als vierte Aufgabe kam die Verlorensuche im Feld. In dieser Aufgabe ging man mit zwei von den drei Richtern "spazieren". Einer hatte eine Flinte. Während des Spaziergangs schoss er zweimal. Wer keinen Flintenschuss kennt, es ist ganz schön laut, zumal links von uns die Waldkante war und es ziemlich schallte. Moki keines Wegs beeindruckt, sprang aus vollem Lauf wie ein Känguru in die Höhe, als könne er so alles besser überblicken und das geschossene Wild sehen😂. Schnell nahm er Spur auf und verschwand in den Wald und kam mit einem Kaninchen wieder. Auch hier legte dieser Lümmel das Wild auf halber Strecke ab und ich musste ihn nochmal an seinen Job erinnern, wie zuvor bei der Markierung. Sofort brachte er mir das Stück und jagte wieder los, um die Ente zu finden. Er fand sie auch schnell, wollte sie aber nicht holen. Sie lag im Gestrüpp, auch noch umgeben von Brennnesseln. An anderer Stelle hat er Geländehärte bewiesen, aber hier wollte er nur ungerne rein. Ich ging immer näher zu dieser Stelle und wartete, bis der Herr sich dazu durchrang, einen Weg zur Ente zu finden, die ein wenig angenehmer für ihn war. Schlussendlich ist er dann doch zur Ente durchgedrungen und brachte sie mir.

Als letztes ging es zum Wasser. Hier standen wir am Ufer und schauten in die sehr tief stehende Sonne. Ich selbst musste meine Hand zur Hilfe nehmen, dass ich überhaupt etwas sehen konnte. Ich bezweifle, dass Moki was sehen konnte. Ein Flintenschuss fiel und wir hörten was platschen. Ich konnte sehen, wohin die Ente fiel. Auf mein Kommando hin ging Moki vorsichtig, wie er es immer bei unbekanntem Gewässer macht, ins Wasser und schwamm zunächst Richtung  Ente, driftete aber dann nach rechts Richtung Ufer ab, welches nicht weit entfernt war. Vielleicht hat er es gemacht, um dort besser sehen zu können, weil dort Schatten war, ich weiß es nicht. Er ist am Ufer entlang im Wasser zur Ente vorgedrungen und musste sie über die Nase suchen. Schnell hatte er die Ente. Was macht er danach, anstatt zurückzuschwimmen, was wesentlich einfacher gewesen wäre, kämpft er sich durch sehr schwieriges Gelände und Modder mit der Ente zurück zu mir. Hier hat er nochmal seine Geländehärte unter Beweis gestellt. 

Alles im allen war es ein schöner, interessanter Tag mit netten Mitstreitern und Richtern, die sich sehr viel Mühe gaben bei der Einschätzung der Hunde. Oft stimmten sie überein, aber das eine oder andere Mal wurde auch diskutiert. Für die Arbeit, die Moki an diesem Tag zeigte, wurde er zutreffend eingeschätzt.